#GEBÄUDEREINIGUNG

Wollteppich reinigen: so bleibt die Faser heil.

Sie wollen Ihren Wollteppich reinigen und fragen sich, warum Fachleute vor heißem Wasser warnen? Die Antwort steckt in der Faser. Wolle ist ein Naturhaar mit einer Schuppenschicht und einem eigenen Fettfilm. Beides reagiert empfindlich auf Hitze und auf scharfe Reiniger.

Die gute Nachricht: Wolle hält viel aus, wenn Sie das richtige Verfahren wählen. Die schlechte: Ein einziger Reinigungsversuch mit Dampfreiniger und Allzweckreiniger zerstört den Flor dauerhaft. Wir zeigen Ihnen, worauf es ankommt.

Warum Wolle anders reagiert als jede Kunstfaser.

Die Wollfaser trägt einen natürlichen Fettfilm, das Lanolin. Dieses Wollfett wirkt wie eine unsichtbare Schutzschicht: Es stößt Wasser ab, hält Schmutz an der Oberfläche und verhindert, dass Flecken sofort in den Kern der Faser ziehen. Genau deshalb wirkt ein Wollteppich oft länger sauber als ein Teppich aus Polyester.

Heißes Wasser und alkalische Reiniger lösen dieses Wollfett heraus. Der Teppich verliert seinen Selbstschutz. Danach saugt sich die Faser bei jedem neuen Fleck schneller voll und vergraut mit der Zeit. Die Wollfachstelle WoolSafe, die seit 1991 Pflegeprodukte für Wollteppiche prüft, nennt als Kernanforderung an jedes Mittel eine niedrige Alkalität. Hohe Alkalität führt laut WoolSafe zu ausblutenden Farben, zu vergilbten Stellen und im Extremfall zu einer geschwächten Wollfaser.

Wolle verzeiht Schmutz. Sie verzeiht keine Hitze.

Dazu kommt das Filzen. Die Wollfaser ist von winzigen Schuppen umgeben, die wie Dachziegel übereinanderliegen. Hitze, Nässe und Reibung stellen diese Schuppen auf. Sie verhaken sich ineinander und lassen sich nicht mehr trennen. Das Ergebnis: Der Teppich läuft ein, der Flor wird hart und verklumpt. Dieser Schaden ist endgültig. Keine Nachbehandlung holt ihn zurück.

FERMA-Tipp: Testen Sie jedes Mittel zuerst an einer verdeckten Ecke, etwa unter dem Sofa. Tupfen Sie die Stelle nach fünf Minuten mit einem weißen Tuch ab. Färbt das Tuch, blutet der Teppich aus. Dann stoppen Sie sofort und holen einen Fachbetrieb dazu.
Unsere Einsatzgebiete in NRW.

FERMA reinigt Wollteppiche, Teppichböden und Objekte in Düsseldorf, Köln und im Umkreis der Rheinschiene. Empfindliche Stücke holen wir ab und bringen sie gereinigt zurück. Auch umliegende Städte decken wir zuverlässig ab.

Düsseldorf
Köln
Neuss
Leverkusen
Ratingen
Umkreis NRW

So reinigen Sie einen Wollteppich richtig.

Die Grundpflege entscheidet über alles Weitere. Saugen Sie den Teppich 1-2x pro Woche ab. Nutzen Sie dabei eine glatte Bodendüse. Eine rotierende Bürstenwalze reißt die Fasern auf, raut den Flor an und erzeugt genau die Fusselwolken, die viele für Verschleiß halten. Bei einem neuen Wollteppich lösen sich in den ersten Wochen lose Fasern. Das ist normal und hört von allein auf.

Wollteppich reinigen: weiche Bürste am Flor mit sichtbarer Wollfaser

Für die Zwischenreinigung nehmen Sie ein Trockenshampoo oder ein Reinigungspulver für Wolle. Sie streuen es auf, arbeiten es mit einer weichen Naturborstenbürste sanft ein und lassen es 15-30 Minuten einwirken. Danach saugen Sie das Pulver vollständig ab. Der große Vorteil: Ohne Wasser entsteht kein Filzrisiko.

Muss es feucht sein, gelten zwei harte Grenzen. Das Wasser bleibt lauwarm, also bei maximal 30 Grad. Und das Mittel ist ein pH-neutrales Wollwaschmittel oder ein mildes Feinwaschmittel. Alkalische Teppichschäume, Allzweckreiniger und Bleiche haben auf Wolle nichts verloren. Essig und Zitronensäure ebenfalls nicht. Arbeiten Sie die Lauge sparsam ein, tupfen Sie sie ab und trocknen Sie den Teppich flach liegend. Nicht über die Leine hängen, nicht föhnen, nicht auf die Heizung legen.

Wollteppich reinigen: Infografik mit den vier Eckwerten

Wollteppich pflegen: diese Punkte gehen Sie der Reihe nach durch.
  • 1-2x pro Woche mit glatter Düse saugen, Bürstenwalze ausschalten.
  • Teppich halbjährlich wenden, damit sich Laufspuren gleichmäßig verteilen.
  • Flecken sofort abtupfen, niemals reiben und niemals einmassieren.
  • Jedes neue Mittel vorab an einer verdeckten Stelle testen.
  • Gegen Gerüche Natron trocken aufstreuen, über Nacht wirken lassen, absaugen.
  • Möbelfüße regelmäßig versetzen, damit sich Druckstellen wieder aufrichten.
  • Direkte Sonne meiden, sie bleicht Pflanzenfarben in Handknüpfware aus.

Flecken: tupfen statt reiben.

Bei frischen Flecken zählt die erste Minute. Nehmen Sie ein weißes, farbloses Tuch oder Küchenpapier und saugen Sie die Flüssigkeit auf. Weiß deshalb, weil farbige Tücher ihre eigene Farbe an die feuchte Wolle abgeben. Drücken Sie nur senkrecht nach unten. Jede Reibbewegung arbeitet den Fleck tiefer in den Flor und stellt gleichzeitig die Schuppen auf.

Arbeiten Sie danach von außen nach innen. So bleibt der Rand scharf und der Fleck läuft nicht in einen breiten Hof aus. Feste Rückstände heben Sie vorsichtig mit einem Löffelrücken ab, bevor Sie überhaupt Feuchtigkeit ins Spiel bringen. Was Sie sich sparen: Hausmittel-Experimente mit Essigwasser oder Gallseife auf empfindlicher Handknüpfware.

Wann die Nassreinigung tabu ist.

Die häufigste Schadensursache ist das Übernässen. WoolSafe führt Schäden bei der Nassreinigung genau darauf zurück: zu viel Feuchtigkeit, zu viel mechanische Einwirkung und ungeeignete Chemie. Ein durchnässter Wollteppich trocknet zu Hause über Tage. In dieser Zeit entstehen Stockflecken und Geruch, der bleibt.

In vier Fällen lassen Sie die Finger komplett von Wasser. Erstens bei handgeknüpften Orientteppichen mit Jute-Rücken: Feuchtigkeit löst Stoffe aus der Jute, die als braune Ränder nach oben durchschlagen und helle Wolle dauerhaft verfärben. Zweitens bei Pflanzenfarben, die schon im Vorabtest ausbluten. Drittens bei verklebtem Wollteppichboden, weil Nässe den Kleber anlöst. Und viertens bei großen Stücken ab etwa drei Quadratmetern, die Sie zu Hause schlicht nicht schnell genug trocken bekommen.

Ein Filzschaden entsteht in zehn Minuten und bleibt für immer. Die Grundpflege dagegen kostet Sie pro Woche eine Viertelstunde.

Wann sich der Profi rechnet.

Ein Fachbetrieb arbeitet mit kontrollierter Feuchte statt mit dem Gartenschlauch. Wir stimmen das Mittel auf Faser, Färbung und Verschmutzungsgrad ab, saugen die Lösung samt gelöstem Schmutz wieder heraus und trocknen den Teppich technisch nach. Genau dieser letzte Schritt fehlt zu Hause. Für empfindliche Stücke holen wir den Teppich ab und bringen ihn gereinigt zurück, sodass Ihre Wohnung trocken bleibt.

Für Hausverwaltungen und Büros rechnet sich der Weg noch schneller. Wollteppiche liegen dort oft in Besprechungsräumen und Chefetagen, wo ein Filzschaden am Ende teurer wird als jede regelmäßige Unterhaltsreinigung. Wer den Bodenbelag im Objekt sauber halten will, plant die Teppichpflege gleich mit der Büroreinigung in Düsseldorf zusammen. Steht ein wertvolles Einzelstück an, übernimmt die professionelle Teppichreinigung in Düsseldorf das Risiko, das Sie sonst selbst tragen. Einen Überblick über alle Leistungen finden Sie bei der Gebäudereinigung von FERMA Gebäudereinigung.

Das brauchen Sie für die Wollteppich-Pflege zu Hause.
Geräte: Staubsauger mit regulierbarer Saugkraft und glatter Bodendüse, weiche Naturborstenbürste, weiße Baumwolltücher, Löffel für feste Rückstände. Keine rotierende Bürstenwalze, kein Dampfreiniger.
Mittel: pH-neutrales Wollwaschmittel oder mildes Feinwaschmittel, Trockenshampoo für Wolle, Natron gegen Gerüche. Alkalische Teppichschäume, Bleiche, Essig und Zitronensäure bleiben im Schrank.
Zeitaufwand: rund 10 bis 15 Minuten pro Woche für das Saugen, dazu 1-2 Stunden für eine Trockenreinigung inklusive Einwirkzeit und Trocknung.

Fazit.

Wolle ist robuster als ihr Ruf, solange Sie ihre zwei Schwächen kennen: Hitze und Alkali. Wer regelmäßig saugt, Flecken sofort abtupft und für die Zwischenreinigung auf Trockenshampoo setzt, hält den Flor über Jahrzehnte in Form. Bei Jute-Rücken, ausblutenden Farben oder großen Stücken übergeben Sie besser an einen Fachbetrieb. So lässt sich ein Wollteppich reinigen, ohne dass die Faser Schaden nimmt.