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Streugut Winterdienst: Splitt statt Salz.

Das richtige Streugut im Winterdienst ist auf Gehwegen fast nie Salz, sondern Splitt, Sand oder Granulat. Streusalz taut zwar schnell, schadet aber Bäumen und Böden und ist in vielen Städten auf Gehwegen untersagt. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, welches Material wann greift, wie viel Sie je Quadratmeter brauchen und was in Düsseldorf konkret gilt.

  • Splitt: gebrochenes Gestein, verzahnt sich mit der Eisschicht und greift auch bei starkem Frost.
  • Sand und Spezialsand: feiner, günstiger, wirkt ebenfalls abstumpfend, verweht aber leichter.
  • Granulat: leichtes Material aus Blähton oder Lava, angenehm zu tragen und rückstandsarm zu kehren.
  • Streusalz: taut Eis chemisch ab, verliert unter etwa minus 10 Grad seine Wirkung und ist auf Gehwegen meist verboten.

Welches Streugut im Winterdienst wirklich greift.

Abstumpfende Mittel und Auftaumittel arbeiten völlig verschieden. Splitt, Sand und Granulat schmelzen kein Eis. Sie legen sich auf die Glätte und verzahnen sich mit ihr. Das Ergebnis ist Griffigkeit, kein blanker Boden. Genau deshalb funktionieren sie auch bei zweistelligen Minusgraden.

Streusalz senkt dagegen den Gefrierpunkt und löst die Eisschicht auf. Nach Angaben des Umweltbundesamtes reicht der wirksame Bereich von Natriumchlorid bis etwa minus 10 Grad, bei Calciumchlorid bis rund minus 20 Grad. Wird es kälter, liegt das Salz wirkungslos auf dem Weg und Sie streuen zweimal.

Streugut Winterdienst: Streumengen je Quadratmeter und Wirkgrenzen von Splitt und Streusalz

In Düsseldorf ist Streusalz auf Gehwegen verboten.

Die Landeshauptstadt Düsseldorf regelt das eindeutig: Der Einsatz von Streusalz ist auf Gehwegen grundsätzlich nicht erlaubt. Das Verbot gilt ausdrücklich auch für sogenannte Alternativen wie Calciumchlorid, Ammoniumsulfat oder Kaliumformiat. Erlaubt sind Sand, Granulat und Splitt, bevorzugt mit dem Blauen Engel.

Ausnahmen bleiben eng. Die Stadt lässt Salz nur an besonderen Gefahrenstellen zu, etwa an Treppen, Rampen, Brückenauffahrten und Abschnitten mit starkem Gefälle. Auch Eisregen zählt zu diesen Ausnahmefällen, weil abstumpfende Mittel auf einer geschlossenen Eisdecke einsinken. Details stehen in den Hinweisen der Stadt zum Winterdienst in Düsseldorf. Wichtig: Das ist eine örtliche Regelung. Prüfen Sie außerhalb von Düsseldorf immer die Straßenreinigungssatzung Ihrer Kommune, denn die Vorgaben unterscheiden sich von Stadt zu Stadt.

Wann Sie überhaupt räumen und streuen müssen, steht in der Räum- und Streupflicht für Eigentümer. In Düsseldorf gilt die Pflicht werktags von 7 bis 20 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 9 Uhr, auf einer Breite von mindestens einem Meter.

Salz löst das Eis, Splitt löst das Problem: Griffigkeit entsteht auch dann, wenn kein Auftaumittel mehr wirkt.

So schadet Streusalz Bäumen, Böden und Pfoten.

Salz reichert sich im Boden an und zieht Wasser aus den Wurzeln. Feinwurzeln sterben ab, der Baum bekommt weniger Wasser. Sichtbar wird der Schaden erst im Frühsommer: helle Blattränder, braune Nekrosen und vorzeitiger Laubfall. Deshalb darf Salz nie auf Baumscheiben oder Grünflächen gelangen.

Auch Ihr Gebäude zahlt mit. Salzlösung greift Fugen, Naturstein und Metallteile an, wandert über Schuhe ins Treppenhaus und hinterlässt weiße Ränder auf dem Bodenbelag. Wer im Winter viel salzt, putzt im Frühjahr länger.

Was das für Hunde und Katzen bedeutet.

Salzkristalle setzen sich zwischen den Ballen fest und reizen die Haut. Tiere lecken die Pfoten sauber und nehmen das Salz auf. Splitt und Granulat lösen dieses Problem nicht komplett, scharfkantiger Splitt kann Pfoten verletzen. Rundes Granulat oder Sand ist auf viel begangenen Hundewegen die freundlichste Wahl.

Streugut richtig einsetzen: die Checkliste für die Saison.
  • Erst räumen, dann streuen. Streugut auf einer Schneedecke versinkt und wirkt nicht.
  • Auf Gehwegen abstumpfende Mittel nutzen: Splitt, Sand oder Granulat mit dem Blauen Engel.
  • Baumscheiben, Beete und Rasenkanten frei halten. Dort landet weder Salz noch Salzschnee.
  • Gefahrenstellen zuerst bedienen: Treppen, Rampen, Hauseingang und Mülltonnenweg.
  • Streubild kontrollieren: gleichmäßig dünn statt Häufchen an einer Stelle.
  • Nach Tauwetter nachstreuen. Regen und Schmelzwasser spülen Splitt in die Rinne.
  • Vorrat vor dem ersten Frost anlegen. Im Kälteeinbruch sind Baumärkte oft leer.

Diese Mengen brauchen Sie je Quadratmeter.

Abstumpfende Mittel wirken nur in ausreichender Dichte. Das Umweltbundesamt nennt rund 100 Gramm je Quadratmeter. Ein 25-Kilo-Sack Splitt deckt damit etwa 250 Quadratmeter ab, also einen typischen Gehwegabschnitt vor einem Mehrfamilienhaus für mehrere Einsätze.

Beim Salz liegen die Fachwerte deutlich niedriger. Vorbeugend vor dem Niederschlag genügen 5 bis 10 Gramm je Quadratmeter, bei bestehender Glätte rechnen Fachrichtlinien mit 20 bis 30 Gramm. Mehr hilft nicht mehr, sondern landet im Boden. Diese Werte gelten für Flächen, auf denen Salz überhaupt zulässig ist, also vor allem für Fahrbahnen und ausgewiesene Gefahrenstellen.

Splitt als Streugut wird von Hand auf einen vereisten Gehweg gestreut

Das gehört zur Streugut-Ausrüstung eines Objekts.
Geräte: Schneeschieber mit Kunststoffkante, Besen für Restschnee, Handstreuer oder Streuwagen für gleichmäßige Verteilung, Eiskratzer für festgefahrene Stellen, ein verschließbarer Streugutbehälter am Hauseingang.
Material: Splitt in Körnung 2/5 oder 1/3 für Gehwege, feiner Spezialsand für glatte Beläge, Granulat aus Blähton oder Lava für Eingänge und Wege mit Hundeverkehr, Salz nur als Reserve für Eisregen und Gefahrenstellen.
Aufwand: rund 10 bis 20 Minuten je Einsatz für einen Gehweg von etwa 50 Quadratmetern, inklusive Räumen, Streuen und Kontrolle der Zuwege.

Wo Sie Streugut sinnvoll lagern.

Splitt und Sand ziehen Feuchtigkeit und klumpen. Lagern Sie das Material trocken und frostfrei, am besten in einem geschlossenen Behälter im Keller, in der Garage oder in einer Streugutkiste am Eingang. Salz gehört in einen dichten Kunststoffbehälter, niemals in eine offene Papiertüte, denn es zieht Wasser und verbackt zu einem Block.

Splitt oder Streusalz: der direkte Vergleich.

Merkmal Splitt, Sand, Granulat Streusalz
Wirkung macht die Fläche griffig, Eis bleibt liegen taut Schnee und Eis chemisch ab
Temperaturgrenze wirkt auch bei starkem Frost Natriumchlorid bis etwa minus 10 Grad
Menge je Quadratmeter rund 100 Gramm 5 bis 30 Gramm je nach Lage
Gehweg in Düsseldorf erlaubt und empfohlen grundsätzlich nicht erlaubt, nur enge Ausnahmen
Umwelt bei geringem Schwermetallgehalt unbedenklich schädigt Wurzeln, Böden und Gewässer
Nacharbeit im Frühjahr aufkehren und entsorgen keine Kehrarbeit, dafür Salzränder im Haus

Für Gehwege gewinnt der Splitt fast immer. Salz behält seinen Platz dort, wo eine geschlossene Eisschicht kein Verzahnen mehr zulässt, also bei Eisregen, an Rampen und im Gefälle. Diese Fälle bleiben die Ausnahme und brauchen eine bewusste Entscheidung, keine Routine.

Nach der Saison: Splitt in vier Schritten entsorgen.
1Abwarten, bis es taut. Solange Nachtfrost droht, bleibt der Splitt liegen. Erst nach der letzten Frostperiode lohnt das Kehren.
2Zusammenkehren. Gehweg und Rinne abkehren, bevor der Splitt in die Kanalisation wandert. Anlieger sind für ihren Abschnitt zuständig.
3Sieben und wiederverwenden. Sauberen Splitt trocknen und im nächsten Winter erneut streuen. Das Umweltbundesamt empfiehlt genau das.
4Rest richtig entsorgen. Stark verschmutzter Splitt gehört in den Restmüll, nicht in die Biotonne, nicht ins Grün und nicht in den Gully.

Häufige Fragen zum Streugut.

Was streut ein professioneller Winterdienst? Auf Gehwegen abstumpfende Mittel wie Splitt, Sand oder Granulat. Auf Fahrbahnen und ausgewiesenen Gefahrenstellen kommt Feuchtsalz zum Einsatz, dosiert nach Fachrichtlinien und Wetterlage.

Welches Streugut eignet sich für Balkon und Terrasse? Feines Granulat oder Sand. Beide kratzen weniger auf Holzdielen und Fliesen als scharfkantiger Splitt und lassen sich im Frühjahr leicht abkehren.

Wer muss das Streugut wieder entfernen? Wer gestreut hat. Bei vermieteten Objekten trägt die Pflicht der Eigentümer, sofern er sie nicht wirksam auf Mieter oder einen Dienstleister übertragen hat. Mehr dazu steht im Beitrag zum Winterdienst für Mieter.

Darf ich bei Eisregen Salz streuen? In Düsseldorf erlaubt die Stadt Salz nur in Ausnahmefällen an Gefahrenstellen. Eisregen auf einer Treppe oder einer Rampe zählt dazu. Streuen Sie dann sparsam und halten Sie Baumscheiben frei.

Fazit.

Ihr Gehweg braucht Griffigkeit, keine Chemie. Splitt, Sand und Granulat wirken bei jeder Temperatur, schonen Bäume und Böden und sind auf Düsseldorfer Gehwegen die vorgeschriebene Wahl. Salz bleibt die Ausnahme für Eisregen und echte Gefahrenstellen. Wer Menge, Zeitpunkt und Entsorgung im Griff hat, kommt sicher durch den Winter, ohne im Frühjahr Schäden zu reparieren. Wie viel ein Einsatz kostet, zeigt der Ratgeber zu den Kosten im Winterdienst, und ab welcher Höhe Sie räumen müssen, klärt der Beitrag Schneeräumen ab wieviel Zentimeter. Sie wollen die Fläche abgeben? FERMA Gebäudereinigung übernimmt den Winterdienst in Düsseldorf inklusive Material, Dokumentation und passendem Streugut im Winterdienst.