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Winterdienst Privatgrundstück: Diese Flächen räumen Sie.

Wo endet Ihre Pflicht und wo beginnt die der Stadt? Beim Winterdienst Privatgrundstück verlaufen die Grenzen anders, als viele Eigentümer denken. Der Gehweg vor Ihrem Haus ist nur ein Teil der Aufgabe. Auch die Wege hinter der Grundstücksgrenze gehören dazu, sobald dort jemand entlanggeht. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, welche Flächen das genau sind, wann Sie draußen stehen müssen und was ein Dienstleister für ein Einfamilienhaus kostet.

Diese Flächen gehören zum Winterdienst auf dem Privatgrundstück.

Ihr Winterdienst hat zwei Wurzeln. Die eine kommt von der Stadt, die andere aus Ihrer eigenen Verantwortung als Eigentümer. Beide führen zu Flächen, die Sie freihalten.

  • Gehweg vor dem Grundstück: öffentliche Fläche, aber per Satzung an Sie übertragen.
  • Zuwegung zur Haustür: der Weg von der Straße oder vom Gartentor bis zum Eingang.
  • Hauseingang und Treppenstufen: die kritischste Stelle, weil hier jeder stehen bleibt.
  • Garageneinfahrt und Stellplatz: für Ihr Auto und für Handwerker, die anfahren.
  • Mülltonnenstellplatz und der Weg dorthin: die Müllwerker holen die Tonne bei Ihnen ab.
  • Zugang zu Briefkasten, Klingel und Zählerschacht: Postbote und Ableser laufen diesen Weg.

Der Gehweg vor dem Grundstück.

Für öffentliche Wege sorgt zunächst die Gemeinde. Das Straßenreinigungsgesetz Nordrhein-Westfalen erlaubt ihr, diese Aufgabe per Satzung an die Anlieger weiterzugeben. Nahezu alle Städte in NRW nutzen das, Düsseldorf ebenfalls. Aus einer kommunalen Aufgabe wird damit Ihre private Pflicht. Wie weit sie reicht, steht in der Satzung Ihrer Stadt. Die Grundlagen dazu ordnet unser Ratgeber zur Räum- und Streupflicht im Detail ein.

Die eigenen Wege hinter der Grundstücksgrenze.

Hier greift keine Satzung, sondern die allgemeine Verkehrssicherungspflicht. Wer eine Fläche für andere öffnet, sorgt dafür, dass niemand zu Schaden kommt. Und Sie öffnen Ihr Grundstück jeden Tag: für den Postboten, den Paketdienst, den Ableser, die Müllwerker, für Besuch. Rutscht einer dieser Menschen auf Ihrer vereisten Zuwegung aus, stehen Sie in der Verantwortung. Auf dem eigenen Grundstück zählt deshalb derselbe Maßstab wie auf dem Gehweg davor.

FERMA-Tipp: Gehen Sie Ihr Grundstück einmal im Herbst ab und markieren Sie jeden Weg, den ein Fremder betritt. Genau diese Strecke ist Ihre Räumfläche. Wer erst im Schnee überlegt, vergisst regelmäßig den Mülltonnenplatz und den Zählerschacht.

Wann Sie räumen und wann Sie streuen.

Die Zeiten regelt ebenfalls die Satzung Ihrer Stadt. Verbreitet ist ein Rahmen von 7 bis 20 Uhr an Werktagen und von 9 bis 20 Uhr an Sonn- und Feiertagen. Wichtig ist die Logik dahinter: Um 7 Uhr muss der Weg frei sein, nicht erst die Arbeit beginnen. Für Berufstätige heißt das aufstehen, bevor der Wecker sonst klingelt.

  • Bei Schneefall in der Nacht räumen Sie vor dem Berufsverkehr, damit der Weg pünktlich begehbar ist.
  • Bei Dauerschneefall räumen Sie mehrfach nach, ein einziger Durchgang am Morgen genügt nicht.
  • Bei Glatteis streuen Sie ab, sobald die Fläche rutschig wird. Eine Zentimeter-Grenze für Schnee gibt es nicht, wie unser Beitrag zum Schneeräumen ab wieviel cm zeigt.
  • Räumen Sie einen Streifen von 1 bis 1,5 Metern frei, damit zwei Personen aneinander vorbeikommen.
  • Lagern Sie den Schnee auf Ihrem Grundstück oder am Fahrbahnrand, ohne Rinnsteine und Zufahrten zu blockieren.

Auf abstumpfende Mittel wie Splitt oder Granulat setzen Sie in Wohngebieten am besten dauerhaft. Viele Kommunen beschränken Streusalz auf dem Gehweg stark oder verbieten es. Salz schadet außerdem Pflasterfugen, Pflanzen und Hundepfoten.

Streugut auf geräumtem Weg beim Winterdienst Privatgrundstück

Urlaub, Krankheit, Schichtdienst: die Pflicht bleibt.

Ihre Räumpflicht macht keine Ferien. Sie fährt nicht mit in den Skiurlaub und liegt nicht mit Ihnen im Bett, wenn Sie eine Grippe erwischt. Wer verreist, organisiert eine Vertretung. Das gilt genauso für Eigentümer, die früh zur Arbeit fahren oder im Schichtdienst arbeiten.

Wer die Räumpflicht abgibt, gibt die Verantwortung nicht mit ab. Eine Vertretung entlastet Sie erst dann, wenn sie zuverlässig arbeitet.

Der Nachbar mit dem Zweitschlüssel ist die naheliegende Lösung und zugleich die riskanteste. Er ist nicht versichert, nicht verpflichtet und im Zweifel selbst im Urlaub. Ein beauftragter Dienstleister rückt dagegen nach Vertrag aus, dokumentiert jeden Einsatz und bringt eine eigene Betriebshaftpflicht mit. Sie bleiben trotzdem in der Auswahl- und Kontrollpflicht: Sie prüfen stichprobenartig, ob tatsächlich geräumt wird.

Selbst räumen oder beauftragen?

Beide Wege sind zulässig. Die Entscheidung hängt davon ab, wie planbar Ihre Morgen sind und wie viel Risiko Sie tragen wollen.

Merkmal Selbst räumen Dienstleister beauftragen
Aufwand am Morgen 30 bis 60 Minuten vor der Arbeit kein eigener Aufwand
Kosten je Saison Schaufel, Besen und Streugut, rund 50 bis 150 Euro 600 bis 1.200 Euro beim Einfamilienhaus
Urlaub und Krankheit Sie organisieren selbst eine Vertretung Vertretung läuft ohne Ihr Zutun weiter
Nachweis im Streitfall Ihr Wort gegen das des Gestürzten Einsatzprotokoll mit Datum und Uhrzeit
Absicherung Ihre private Haftpflicht, je nach Police zusätzlich die Betriebshaftpflicht des Dienstleisters

Was ein Winterdienst für ein Einfamilienhaus kostet.

Ein Reihen- oder Einfamilienhaus bringt meist 40 bis 80 Quadratmeter Räumfläche mit: Gehwegabschnitt, Zuwegung, Eingang, Einfahrt. Daraus ergeben sich klare Richtwerte für die Saison von November bis März.

  • Einsatzpreis: 25 bis 60 Euro je Räumgang, abhängig von Fläche und Uhrzeit.
  • Bereitschaftspauschale: 30 bis 60 Euro im Monat, auch in schneefreien Wochen.
  • Streugut: 0,20 bis 0,50 Euro je Quadratmeter und Einsatz, nach Verbrauch abgerechnet.
  • Einsätze pro Winter: 10 bis 20 entlang der Rheinschiene, je nach Wetterlage.
  • Saison gesamt: 600 bis 1.200 Euro für ein durchschnittliches Einfamilienhaus.

Die Bereitschaft ist der Posten, den Eigentümer am häufigsten unterschätzen. Sie bezahlen damit die Verfügbarkeit um 5 Uhr morgens, nicht die Schaufel. Wie sich die einzelnen Posten zusammensetzen, rechnet unser Ratgeber zu den Kosten für den Winterdienst Schritt für Schritt durch. Vermieten Sie das Haus, lässt sich der Winterdienst als Betriebskosten umlegen, sofern der Mietvertrag das trägt. Die Details dazu klärt der Beitrag zum Winterdienst bei Mietern.

So läuft ein Wintermorgen an Ihrem Haus.
1Wetterlage prüfen. Wir beobachten die Nachtprognose und entscheiden bis 4 Uhr, ob die Tour startet.
2Anfahrt vor 7 Uhr. Ihre Adresse liegt in einer festen Tour, damit der Weg zur Pflichtzeit frei ist.
3Räumen in der vereinbarten Breite. Gehweg, Zuwegung, Eingangsstufen, Einfahrt und Mülltonnenplatz in einem Durchgang.
4Abstumpfen. Splitt oder Granulat auf die kritischen Stellen, besonders auf Stufen und im Gefälle.
5Nachkontrolle bei Dauerfrost. Am Nachmittag prüfen wir, ob die Fläche noch griffig ist.
6Einsatz dokumentieren. Datum, Uhrzeit und Leistung landen im Protokoll, Ihr Nachweis für den Ernstfall.

Haftung und Versicherung beim Winterdienst.

Stürzt jemand auf Ihrer ungeräumten Fläche, drohen Schadensersatz und Schmerzensgeld. Bei einem Bruch mit langer Arbeitsunfähigkeit erreichen die Forderungen schnell fünfstellige Beträge. Dazu kommt ein Bußgeld der Stadt, wenn Sie die Satzung verletzen.

Für solche Fälle springt in der Regel die private Haftpflichtversicherung ein, weil die Verletzung der Räum- und Streupflicht zu den typischen Risiken eines Eigentümers zählt. Verlassen Sie sich aber nicht auf diese Faustregel: Manche Policen schließen vermietete Objekte aus, andere verlangen eine gesonderte Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht. Prüfen Sie Ihre eigene Police oder fragen Sie Ihren Versicherer, bevor der erste Schnee fällt. Ein Einsatzprotokoll Ihres Dienstleisters hilft in beiden Fällen, weil es den Nachweis liefert.

Unsere Einsatzgebiete für private Objekte.

FERMA räumt und streut an Wohnhäusern in Düsseldorf, Köln und entlang der Rheinschiene. Auch die umliegenden Städte fahren wir in festen Touren an.

Düsseldorf
Neuss
Ratingen
Meerbusch
Hilden
Köln
Warum Eigentümer FERMA beauftragen.

FERMA ist ein Fachbetrieb für Gebäudereinigung und Winterdienst in der Region. Wir fahren feste Touren, halten Personal und Streugut über die ganze Saison vor und dokumentieren jeden Einsatz nachvollziehbar.

  • ✔︎Räumung vor der Pflichtzeit, auch am Wochenende
  • ✔︎Einsatzprotokoll mit Datum und Uhrzeit als Nachweis
  • ✔︎Abgesichert über eine Betriebshaftpflichtversicherung
  • ✔︎Feste Ansprechpartner für Objekte in Düsseldorf und Umgebung

Häufige Fragen zum Winterdienst am eigenen Haus.

Muss ich auch räumen, wenn ich verreist bin? Ja. Die Pflicht bleibt bestehen, unabhängig davon, wo Sie sind. Organisieren Sie vor der Abreise eine Vertretung und halten Sie fest, wer sie übernimmt.

Gilt die Räumpflicht auch für den Weg zur Mülltonne? Ja. Müllwerker, Postboten und Lieferdienste betreten Ihr Grundstück im Auftrag oder auf Ihre Einladung. Für sie halten Sie die Wege frei.

Darf ich auf dem Gehweg Streusalz nutzen? Meist nicht. Viele Kommunen beschränken oder verbieten Salz auf Gehwegen. Splitt und Granulat sind die sichere Wahl, zusätzlich schonen sie Fugen und Pflanzen.

Was passiert, wenn ich einmal zu spät räume? Solange nichts passiert, bleibt es meist folgenlos. Stürzt jemand, prüft die Gegenseite genau diesen Zeitpunkt. Deshalb zählt eine lückenlose Dokumentation.

Kurz gefragt: Sonderfälle am Wohnhaus.

Doppelhaushälfte mit gemeinsamem Weg: Halten Sie schriftlich fest, wer welchen Abschnitt übernimmt. Ohne Absprache haften im Zweifel beide Eigentümer.

Eckgrundstück: Ihre Pflicht läuft an beiden Straßenseiten entlang. Das verdoppelt die Fläche und den Zeitbedarf.

Carport und Garagenhof: Auch Zufahrten zählen, sobald Dritte sie nutzen. Klären Sie das in der Gemeinschaft vor dem ersten Frost.

Fazit.

Der Winterdienst Privatgrundstück umfasst mehr als den Gehweg: Zuwegung, Eingang, Einfahrt und Mülltonnenplatz gehören dazu, und die Pflicht läuft auch im Urlaub weiter. Wer früh aus dem Haus geht oder Risiko vermeiden will, gibt die Räumung an einen Fachbetrieb ab und behält ein Protokoll für den Ernstfall. Wir von FERMA Gebäudereinigung übernehmen den Winterdienst in Düsseldorf für Wohnhäuser, Hausverwaltungen und Gewerbe. Fordern Sie ein kostenloses Angebot für Ihre Räumfläche an, dann steht Ihr Weg auch im nächsten Winter pünktlich frei.