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Schneeräumen ab wieviel cm: Das gilt wirklich.

Schneeräumen ab wieviel cm: Auf diese Frage gibt es keine bundesweit gültige Zahl. Kein Gesetz nennt eine Schneehöhe, ab der Sie zur Schaufel greifen. Entscheidend ist etwas anderes: die Glättegefahr. Sobald der Gehweg vor Ihrem Haus rutschig wird, greift Ihre Pflicht. Zwei Zentimeter Pulverschnee auf trockenem Pflaster sind harmlos, ein Millimeter festgetretener Schnee auf Eis dagegen gefährlich.

Das Wichtigste in Kürze: Es gibt keine Zentimeter-Grenze. Ihre Stadt regelt in der Straßenreinigungssatzung, wann und wie breit Sie räumen. Verbreitet sind werktags 7-20 Uhr, sonn- und feiertags 8-20 Uhr sowie eine Räumbreite von 1,00-1,50 Metern. Bei Dauerschneefall räumen Sie mehrfach nach.

Schneeräumen ab wieviel cm: Gibt es eine feste Grenze?

Nein. Viele Ratgeber nennen fünf Zentimeter als Schwelle. Diese Zahl steht in keiner Rechtsnorm. Sie stammt aus Faustregeln und hält vor Gericht nicht stand. Wer sich darauf verlässt, riskiert die Haftung nach einem Sturz.

Warum die Zentimeter-Frage in die Irre führt.

Schnee verhält sich je nach Wetterlage völlig unterschiedlich. Trockener Pulverschnee bleibt lange griffig. Nasser Schnee verdichtet sich unter jedem Schritt zu einer glatten Schicht. Fällt die Temperatur danach unter null, entsteht daraus eine Eisplatte. Die Höhe des Schnees sagt über diese Gefahr nichts aus.

Genau deshalb knüpft die Rechtsprechung die Räum- und Streupflicht an die konkrete Gefahrenlage, nicht an einen Messwert. Der Maßstab lautet: Ist der Weg für Fußgänger sicher begehbar? Lautet die Antwort nein, handeln Sie.

Was stattdessen zählt: Glätte und Begehbarkeit.

Prüfen Sie morgens drei Dinge, bevor Sie entscheiden. Erstens die Oberfläche: Liegt lose Neuschneedecke oder festgefahrener Schnee auf dem Weg? Zweitens die Temperatur: Taut es tagsüber und friert es nachts, droht Blitzeis. Drittens die Nutzung: Ein stark begangener Hauszugang wird schneller glatt als ein Nebenweg.

Wer ein Objekt in Düsseldorf betreut, kennt diese Abwägung aus jeder Frostnacht. Unser Winterdienst in Düsseldorf fährt deshalb Kontrollrunden statt auf eine Schneehöhe zu warten.

FERMA-Tipp: Räumen Sie bei Neuschnee früh, solange die Decke locker liegt. Festgetretener Schnee kostet doppelt so viel Kraft und hinterlässt eine glatte Restschicht, die nur noch abstumpfendes Streugut sichert.

Was regelt die Satzung Ihrer Stadt wirklich?

Die Pflicht selbst ergibt sich aus der Verkehrssicherungspflicht des Grundstückseigentümers. Die Ausgestaltung übernimmt Ihre Kommune. Sie schreibt in der Straßenreinigungs- und Winterdienstsatzung fest, wer räumt, in welchem Zeitfenster und auf welcher Breite. Wer die Pflicht insgesamt einordnen will, findet die Grundlagen in unserem Ratgeber zur Räum- und Streupflicht für Eigentümer.

Die folgende Übersicht zeigt, welche Punkte eine typische Satzung regelt. Die genauen Werte unterscheiden sich von Stadt zu Stadt. Lesen Sie den aktuellen Wortlaut für Ihre Adresse nach.

Regelungspunkt Verbreitete Regelung Das prüfen Sie
Räumzeit werktags 7-20 Uhr Beginn morgens, teils schon 7 Uhr
Räumzeit sonn- und feiertags 8-20 Uhr oft ein bis zwei Stunden später
Räumbreite Gehweg 1,00-1,50 Meter Mindestmaß in Metern
Auslöser Schnee- und Eisglätte keine Zentimeter-Angabe
Streugut abstumpfende Mittel Salzverbot mit Ausnahmen
Zuständigkeit Eigentümer, Übertragung möglich Mietvertrag und Hausordnung

Räumzeiten: wann Sie draußen stehen.

Der Weg muss zu Beginn des Zeitfensters frei sein, nicht erst am Ende. Wer werktags um 7 Uhr startet, räumt also vorher. Schneit es nach 20 Uhr, ruht Ihre Pflicht bis zum nächsten Morgen. Dann allerdings beginnen Sie früh genug, damit Berufstätige sicher zur Bahn kommen.

Räumbreite: Platz für zwei Personen nebeneinander.

Als Orientierung gilt eine Breite, auf der zwei Fußgänger aneinander vorbeikommen. In Zahlen liegen die Satzungen meist bei 1,00 bis 1,50 Metern. Eine schmale Trampelspur reicht nicht. Zusätzlich machen Sie Hauszugang, Treppenstufen, Mülltonnenplatz und den Übergang zur Fahrbahn frei.

Nahaufnahme eines Schneeschiebers, der eine saubere Spur auf dem Gehwegpflaster freilegt

Wie oft müssen Sie bei Dauerschneefall nachräumen?

Einmal räumen genügt bei anhaltendem Schneefall nicht. Ihre Pflicht läuft über das gesamte Zeitfenster. Fällt den ganzen Vormittag Schnee, kontrollieren Sie den Weg mehrfach und arbeiten nach. Praktisch bedeutet das zwei bis vier Durchgänge an einem starken Schneetag.

Bei Blitzeis liegt der Fall anders. Gefrierender Regen überzieht den Weg innerhalb von Minuten. Hier hilft kein Schieben, sondern nur abstumpfendes Streugut wie Splitt oder Granulat. Streuen Sie umgehend nach, sobald die Schicht überfroren ist.

Auch Ihre Pflicht hat Grenzen. Solange es ununterbrochen und heftig schneit, verlangt niemand Räumen im Minutentakt. Sinnlose Arbeit gegen den fallenden Schnee schuldet Ihnen keine Satzung. Sobald der Schneefall nachlässt, räumen Sie zügig. Diese Zumutbarkeitsgrenze schützt Sie allerdings nur bei echtem Dauerschneefall, nicht bei Bequemlichkeit.

Räumen Sie selbst oder beauftragen Sie einen Winterdienst?

Die Entscheidung hängt an drei Punkten: Zeit am frühen Morgen, körperliche Belastbarkeit und Nachweisbarkeit. Der letzte Punkt wiegt vor Gericht am schwersten. Stürzt jemand, zählt die Dokumentation der Einsätze. Was die Beauftragung kostet, rechnet unser Ratgeber zu den Kosten für den Winterdienst im Detail durch.

Merkmal Selbst räumen Winterdienst beauftragen
Startzeit Sie stehen vor 7 Uhr auf, an jedem Schneetag Kontrollfahrt am frühen Morgen, unabhängig von Ihrem Kalender
Nachräumen bleibt oft aus, weil der Arbeitstag läuft feste Nachkontrolle bei anhaltendem Frost
Urlaub und Krankheit Sie organisieren selbst eine Vertretung Vertretung gehört zum Vertrag
Nachweis Erinnerung gegen Zeugenaussage Protokoll mit Datum und Uhrzeit je Einsatz
Haftung nach einem Sturz trifft Sie direkt geht auf den Dienstleister über, abgesichert über dessen Betriebshaftpflicht

Für Hausverwaltungen und Eigentümergemeinschaften gibt der Vertrag zusätzlich Planungssicherheit. Wir übernehmen den Winterdienst häufig zusammen mit dem Hausmeisterservice in Düsseldorf, damit eine Firma für das gesamte Objekt geradesteht.

Welche Regeln gelten auf einen Blick?

Die folgende Übersicht fasst zusammen, woran Sie sich halten. Alle Werte stammen aus verbreiteten kommunalen Satzungen und dienen als Orientierung. Verbindlich ist immer der Text Ihrer Stadt.

Infografik mit Räumzeiten, Räumbreite und Auslöser für die Schneeräumpflicht

Häufige Fragen zum Schneeräumen.

Ab welcher Schneehöhe gilt die Räumpflicht? Eine Höhe nennt keine Satzung. Sobald Schnee oder Eis den Gehweg glatt machen, räumen und streuen Sie.

Muss ich sonntags Schnee räumen? Ja. Sonn- und feiertags beginnt das Zeitfenster meist ein bis zwei Stunden später, oft um 8 Uhr. Die Pflicht selbst entfällt nicht.

Wie breit muss der Gehweg frei sein? So breit, dass zwei Fußgänger aneinander vorbeikommen. Die Satzungen nennen meist 1,00 bis 1,50 Meter.

Wer räumt bei einem Mietshaus? Grundsätzlich der Eigentümer. Er überträgt die Pflicht per Mietvertrag auf die Mieter oder beauftragt eine Firma. Bei Übertragung auf Mieter bleibt seine Kontrollpflicht bestehen.

Reicht Streuen ohne Räumen? Nein. Sie schieben zuerst den Schnee weg und streuen danach die Restfläche ab. Streugut auf einer dicken Schneedecke wirkt nicht.

Darf ich Streusalz verwenden? Meist nicht. Viele Kommunen verbieten Salz auf Gehwegen und erlauben es nur an Treppen und starken Gefällstrecken. Splitt und Granulat sind der sichere Weg.

Fazit.

Die Frage Schneeräumen ab wieviel cm führt in die falsche Richtung. Prüfen Sie stattdessen die Glätte, halten Sie das Zeitfenster Ihrer Satzung ein und räumen Sie auf voller Gehwegbreite nach. Wer die Verantwortung abgeben will, findet bei FERMA Gebäudereinigung einen Ansprechpartner mit Einsatzprotokoll für jeden Räumtag.